Das Labyrinth (Gleichgewichtsorgan)

Das Labyrinth (Gleichgwichtsorgan)

Im Labyrinth, man könnte sagen dem Kopf der Schecke liegen insgesamt 5 eigenständige Organe, die Bewegungen registrieren können.

Mittlerweile haben wir gelernt, dass diese Organe z.T. verschiedene Unterstrukturen besitzen, so dass z.B. die Empfindlichkeit für langsame Bewegungen gestört sein kann, während die Wahrnehmung für schnellere oder stärkere Reize nicht beeinträchtigt sein kann.

Das Labyrinth besteht aus drei Bogengängen die zueinander jeweils im 90° Winkel stehen. Diese Bogengänge nehmen Rotationsbeschleunigungen also dynamische Bewegungen in jeder Ebene des Raumes wahr. Ergänzt werden sie durch die Otolithen oder („Ohrsteinchen“) – Organe. Diese Otolithenorgane sind für die Wahrnehmung von statischen Bewegungen optimiert, man könne auch sagen leichte Kipp – oder Liftbewegungen. Ich nenne die Organe daher auch gerne „Schwerkraftorgane“ da die Schwerkraft durch die eingebauten Ohrsteinchen (Otolithen oder Otokonien) verstärkt wird.

Früher hat man geglaubt, dass wenn ein Test (z.B: die Prüfung mit Kalt – und Warmreizen) nicht funktioniert, dies automatisch für andere Bereiche des Gleichgewichtsorgans auch gelten muss.

Wir wissen heute, dass diese Annahme falsch ist.

Hierdurch wurden viele Patienten die heute gut erkennbare Defekte des Gleichgewichtorgans haben als Simulanten oder Psychisch gestört bezeichnet.

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