Die Bogengänge

Die Bogengänge

Die Bogengänge sind mit Flüssigkeit gefüllte Halbkreise mit einer Aufweitung am einen Ende des Schlauches. In dieser Aufweitung finden wir ein Pinselförmiges Organ oder Messfühler, der durch Bewegungen der Flüssigkeit im Innenohrschlauch verschoben wird. Richtigerweise müsste man sagen, dass verschieden Effekte gemessen werden, den erst bewegt sich nicht die Flüssigkeit, sondern nur der Kopf, da die Flüssigkeit zu träge ist. Dann kommt die Flüssigkeit selbst in Bewegung und der letzte Effekt ist, dass der Kopf steht, aber die Flüssigkeit sich weiter bewegt.

 

Das ist zunächst schwer zu verstehen, im Grunde aber ganz einfach nach zu empfinden.

Setzen sie sich einfach auf ein Kinderkarussell auf einem Spielplatz, zu Beginn der Bewegung spüren sie eine starkes drehen, dieses nimmt ab wenn eine konstante Geschwindigkeit gehalten wird. Wenn Sie jetzt das Kinderkarussell stoppen, dann dreht es sich in ihrem Kopf immer weiter, obwohl das Karussell längst steht, sie werden auch nicht mehr gerade laufen können, bis die Endolymphflüssigkeit wieder gestoppt hat.

Die Bogengänge stehe zueinander im 90° Winkel angeordnet, so dass alle Bewegungen im Raum durch sie erkannt werden können.

Die rechte Seite und linke Seite reagieren zueinander wie Gegenspieler. Wird eine Seite gereizt wird die Gegenseite immer gehemmt. Wenn man diesen Mechanismus nicht versteht, kann man viele Gleichgewichtserkrankungen nicht verstehen.

Dieser Mechanismus ist auch Schuld daran, dass viele Patienten die Fehldiagnose Lagerungsschwindel erhalten. Der Lagerungsschwindel ist viel seltener als immer behauptet wird. Leider werden die Patienten wenn der Arzt meint die richtige Diagnose zu haben nur noch gelagert und nicht mehr konsequent untersucht.

Ein Patient mit einem Ausfall des linken Gleichgewichtsorgans – bekommt einen Lageschwidnel bei Bewegungen nach rechts das das linke Organ die Bewegungsempfindung nicht abmindern (hemmen) kann,

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