Die Schwerkraftorgane (Sacculus und Utriculus)

Die Schwerkraftorgane (Sacculus und Utriculus)

Zur Empfindung von leichten Kipp oder Schwankbewegungen, sowie zur Erfassung von Veränderungen der Schwerkraft (Fallen, Lift fahren, Trampolin, vom Stuhl fallen etc.), gibt es die sogenannten Otolithenorgane.

Otolith bedeutet übersetzt Ohrstein – es handelt sich um mikroskopisch kleine Steinchen, die in ihrem Aufbau exakt dem Zahnschmelz entsprechen. Diese Steichen sind mit kleinen Fäden in den Schwerkraftorganen Sakkulus und Utrikulus verankert und verstärken Veränderungen der Schwerkraft durch ihr Gewicht. Sie ziehen die eigentlichen Rezeptoren oder Fühler in verschiedene Richtungen.

Der Sakkulus ist dabei für Liftbewegungen verantwortlich also Bewegungen in vertikaler (auf und ab) Ebene.

Der Utrikulus ist für die Bewegungsänderungen in horizontaler Eben verantwortlich.

Bei Störungen entstehen Liftschwindel und Schwankschwindel

Der in manchen Lehrbüchern zu findende Lehrsatz „Schwankschwindel ist Angstschwindel“ ist daher Unsinn und zeugt von einem Unverständnis der Gleichgewichtsmechanik.

Leider hat sich dieser Merkspruch bei vielen Ärzten eingebrannt

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