Labyrinthanästhesie

Labyrinthanästhesie

Bei der Labyrinthanästhesie wir ein Gleichgewichtsorgan ausgeschaltet als wenn man beim Computer einen Reset oder Neustart durchführen würde. Hierzu wird ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in das Mittelohr eingebracht. (Soweit die Theorie der Anbieter)

Dieses Verfahren wird häufig als wirksames Mittel gegen den Morbus Meniere und andere Schwindelerkrankungen verkauft.

Uns ist das Verfahren bekannt und auch Patienten die für diese „Therapie“ viel Geld ausgegeben haben. Wissenschaftlich finden sich keine wegweisenden Arbeiten zu diesem Thema nach unseren Recherchen.

Wenn man sich den Ablauf und das Vorgehen in den jeweiligen Zentren betrachtet, dann drängt sich einem die Vermutung auf, dass hier nur mit dem normalen, zyklischen Krankheitsverlauf der Erkrankung gespielt wird. Bei einem erneuten Anfall beginnt die „Behandlung“ von vorne.

Überzeugende dauerhafte Therapieerfolge bei diesem invasiven Eingriff habe ich leider bislang keine erkennen können.

Derartige Behandlungsformen setzen wir nur ein, wenn es um die Frage einer echten, dauerhafte Ausschaltung eines Gleichgewichtsorgans geht um zu testen, ob der Patient von einer Ausschaltung profitieren würde

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