Labyrinthausschaltung

Labyrinthausschaltung

Ähnlich wie bei der Labyrinthanästhesie wird ein Gleichgewichtsorgan durch ein Medikament (Gentamycin) ausgeschaltet, welches in das Mittelohr eingebracht wird.

Gentamycin ist ein Antibiotikum, welches bei lokaler Anwendung am Ohr das Gleichgewichtsorgan auf Dauer vergiftet und damit ausschaltet.

In diesem Fall macht man sich die Nebenwirkung zu Nute und sie wird zur Hauptwirkung.

In Fall der Gentamycinausschaltung wird das Gleichgewichtsorgan auf Dauer ausgeschaltet. Dies kommt bei Schwindelerkrankungen in Frage, die anders nicht zu beherrschen sind, z.B. bei einem extrem fortgeschrittenen M. Meniere.

Bei einer „fraktionierten“ also in Abschnitten gegebenen Behandlung, kann das Hörvermögen in einem großen Teil der Fälle erhalten werden. Dies macht natürlich nur Sinn, wenn noch ein brauchbares Hörvermögen besteht oder eine Versorgung mit einem Cochlea Implantant vorgesehen ist.

Ein Cochleaimplantat ist eine elektronische Hörhilfe bei der eine Elektrode in das Innenohr eingeschoben wird. Durch Stimulation der Elektrode kann der vorher taube Patient wieder hören. Dieses Verfahren ist aber nicht für alle Patienten geeignet.